Federntreff
Das Thema der Jahrestagung unserer Gemeinde im Januar 1999 lautete "Gemeinde aus verschiedenen Generationen". Die Referenten Wilf und Christa Gasser aus Bern bedienten sich bei ihrem Referat zu diesem Thema des sehr eindrücklichen Bildes eines Indianerpfeils: die Spitze steht für die junge Generation, der Schaft für die Elterngeneration und die Federn am Pfeilende für die ältere Generation (Näheres im Gemeindebrief 23, S. 8/9).
Im Anschluss an diese Tagung wurde wohl hier und da festgestellt, dass die "Spitzen" sehr stark gefördert, die "Federn" jedoch etwas vernachlässigt würden. Das brachte Tabea J. und Ulrike A. auf die Idee, einen "Federnnachmittag" anzubieten, zu dem alle Gemeindemitglieder und Freunde ab etwa 60 Jahren eingeladen wurden.
So trafen sich am 18.1.2000 erstmals 12 erwartungsvolle "Federn" bei Ulrike, die uns - zusammen mit Tabea und unterstützt von einigen interessierten und hilfsbereiten "Schäften" - zuerst mit den köstlichsten Kuchen traktierte. Danach packte Birgit ihre Gitarre aus, und wir sangen, begleitet von einer Blockflöte, einige der eigens für uns zusammengestellten Lobpreislieder. Anschließend referierte Tabea über das Alter allgemein, über den Umgang der Generationen miteinander und über den Wert der älteren Menschen für die Jüngeren. Am Ende des Nachmittags beschlossen wir gern, uns an jedem ersten Dienstag im Monat wieder zu treffen, beginnend mit dem 7. März.
Äußerer Rahmen und Ablauf der Nachmittage waren zwar jedes Mal gleich, doch hatten sie verschiedene Prägungen, die sich aus den jeweils von Tabea vorbereiteten Themen ergaben. So hatten wir zweimal einen Auszug aus "Nehmt Gottes Melodie in uns auf - Worte für das tägliche Leben" von Johannes Bours verarbeitet, und zwar "Kein anderer Gedanke als der, wie es ginge, dem Tag etwas Gold auszuwaschen. Ein Korn bloß" und "All ihr Tränen, preiset den Herrn". Daraus ergaben sich lebhafte Unterhaltungen, in die auch eigenes Erlebnis einfloss. Aus ihnen wurde Gottes Wirken erkennbar, und auch, dass es so oft kleine, scheinbar unwichtige Begebenheiten gibt, für die man Gott danken kann und soll.
Irmgard R.